Steuerungskreislauf Nachhaltigkeit – Mit Scoring & Benchmarking durch die Transformation

7.07.2022

Der Schlüssel zu ernst gemeinter Nachhaltigkeit liegt in einem integrierten Steuerungskreislauf.

Scoring und Benchmarking sollen Unternehmen Orientierung geben, wo sie in der Nachhaltigkeit stehen und wie sie sich verbessern können. Aber wie gelingt dieses in der unternehmerischen Praxis, bei laufenden Projekten und Prozessen?

Der Schlüssel liegt in einem integrierten Steuerungskreislauf für Nachhaltigkeit. Der Steuerungskreislauf ist ein bekanntes Konzept aus der kontinuierlichen Verbesserung (Plan-Do-Check-Act). Unternehmen setzen sich Ziele, setzen Maßnahmen um und messen die erreichten Werte vs. der gesetzten Zielwerte. Dann wird nachgesteuert und der Kreis geht in die nächste Runde. Das funktioniert auch in der Nachhaltigkeit, allerdings mit wichtigen Unterschieden:

  • Der Kreislauf wird von Regulatorik stark beeinflusst: Es gibt Vorgaben zu Zielen, Messgrößen, Reporting und Auditierung. Z. B. ist in der EU CSRD geplant, Unternehmen zu verpflichten, 1.5° -kompatible Klimazielpfade inkl. Maßnahmenplan vorzulegen.
  • Die Schritte müssen deutlich größer und die Schrittfrequenz höher sein, um die Sustainable Development Goals 2030 und die Pariser Klimaziele noch zu erreichen. Der Kreislauf muss stringenter, integraler und agiler im Unternehmen durchgeführt werden.
  • Da die Wirtschaft insgesamt transformiert, muss die Leistung auch extern abgeglichen werden zur Branche sowie der Industrie-Wertschöpfungskette. Es gilt, mit den eigenen Leistungsverbesserungen, Chancen als Vorreiter im Markt zu ergreifen und nicht als Nachzügler abgehängt zu werden.

Der Steuerungskreislauf für Nachhaltigkeit muss im Unternehmen daher angereichert und eng verzahnt werden, um effizient und agil im Unternehmen durchgeführt werden zu können. Hier gibt es 5 Schritte. In Klammern ist der ungefähre Zeitraum angeben, wann Schritte im Unternehmen stattfinden.

  1. NH-Strategie, -Ziele, -Programm (Q4 Vorjahr)
  2. Reporting und Prüfung (bis Q1/Q2 lfd. Jahr nach Regulatorik)
  3. Maßnahmen-Umsetzung über Projekte (Q1-Q4)
  4. Messen und Steuern intern mit Abgleich Ist- vs. Zielwerte (Q1-Q4)
  5. Scoring und Benchmarking extern (zw. Q2 und Q4), bevor der Kreislauf wieder bei 1. startet

SteuerungskreislaufNachhaltigkeit

Dabei leistet das Scoring und Benchmarking Input für:

Schritt 1, um die Aktualisierung von Strategie, Zielen und Maßnahmen mit externen Entwicklungen abzugleichen,

Schritt 2, um die Qualität des Reporting zu verbessern,

Schritt 3, um Input für konkrete Maßnahmen zu bekommen sowie

Schritt 4, als Quervergleich zum internen Messen und Steuern.

Den ganzen Steuerungskreis findet ihr in der Abbildung. Details zum Scoring und Benchmarking findet Ihr HIER.